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SAP ACTIVATE in RISE / GROW Projekten

SAP RISE und SAP GROW sind SAPs Antwort auf Unternehmen, die ihre Abläufe modernisieren wollen, ohne dabei den Betrieb stillzulegen. Beide Lösungen setzen auf S/4HANA und werden durch die SAP ACTIVATE Methodologie begleitet – einen strukturierten Ansatz, der Projekte von der Idee bis zum Live-Betrieb führen soll.

ACTIVATE ist keine starre Prozessvorschrift, sondern eine agile Methodologie mit vorkonfigurierten Best Practices, Tools und Beschleunigern. Sie gliedert sich in sechs Phasen: Entdecken, Vorbereiten, Erkunden, Realisieren, Bereitstellen und Betreiben.

SAP ACTIVATE Methodik: Die sechs Phasen im Detail

In der Entdeckungsphase geht es darum, das Potenzial von S/4HANA für das eigene Unternehmen zu bewerten. Workshops helfen dabei, Anforderungen und Ziele abzustimmen. Ein Business Case wird erstellt, der ROI, Implementierungszeit und Kosten darstellt. Wichtig ist, dass sich das Führungsteam einig ist – sonst wird das Projekt später zum politischen Schlachtfeld. RISE fokussiert auf Kosteneinsparungen und Effizienz, GROW auf Skalierbarkeit und schnelle Implementierung.

Die Vorbereitungsphase schafft das Fundament. Projekt-Governance wird aufgesetzt, Rollen werden zugewiesen, Systemzugänge eingerichtet. Das Team wird in ACTIVATE geschult. Ein erfahrener Projektleiter, der die Methodologie und die gewählte Bereitstellung kennt, macht hier den Unterschied. Klare Meilensteine und KPIs sind essenziell.

In der Erkundungsphase wird das System genauer unter die Lupe genommen. Fit-to-Standard-Workshops gleichen SAP-Fähigkeiten mit den eigenen Anforderungen ab. Lücken werden identifiziert, Anpassungen diskutiert. Erste Lösungsentwürfe entstehen und werden mit den Stakeholdern validiert. Ein häufiger Fehler: zu viele Anpassungen. Wer S/4HANA zu stark customized, zahlt später bei jedem Update drauf.

Die Realisierungsphase bringt die Lösung zum Leben. Das System wird konfiguriert, Testzyklen beginnen. Unit-Tests, Integrationstests – alles wird durchgespielt, um sicherzustellen, dass das System tut, was es soll. Notwendige Erweiterungen werden auf der Business Technology Platform entwickelt. Enge Zusammenarbeit zwischen technischen Teams und Endanwendern ist hier entscheidend. RISE-Projekte nutzen Cloud-basierte Tools, um den Betriebsaufwand zu reduzieren. GROW setzt auf schnelle Iteration.

Bereitstellung bedeutet den Übergang in die Produktion. User Acceptance Testing sammelt finales Feedback. Ein Cutover-Plan regelt Datenmigration, Sicherheitskonfiguration und Benutzereinführung. Der Go-Live wird von System-Monitoring begleitet, um Performance zu überwachen. Alle Nutzer müssen geschult sein, sonst wird der Start chaotisch. RISE-Projekte achten besonders auf Datenschutz, GROW auf reibungslose Übergänge.

RISE und GROW Projekte: Best Practices für die Implementierung

Die Betriebsphase stellt sicher, dass die Lösung langfristig Mehrwert liefert. Systemleistung wird überwacht, Probleme prompt behoben. Kontinuierliche Verbesserungsprozesse steigern Benutzerfreundlichkeit und Effizienz. Regelmäßige Leistungsüberprüfung anhand von KPIs zeigt, ob das System hält, was versprochen wurde. Ein dediziertes Support-Team ist unverzichtbar. RISE-Projekte optimieren Cloud-Ressourcenverbrauch, GROW hält Flexibilität für zukünftige Anforderungen.

Einige zentrale Punkte: SAP stellt Best Practices bereit, die Anpassungen reduzieren und damit Kosten und Komplexität senken. Change Management ist entscheidend – ohne geschulte, motivierte Nutzer scheitert jedes System. Datenmigration muss früh geplant werden, sonst gibt es Verzögerungen. Alle Modifikationen sollten zukunftssicher sein, um quartalsweise SAP-Updates zu unterstützen.

ACTIVATE bietet einen strukturierten Ansatz für RISE- und GROW-Projekte. Wer die Phasen ernst nimmt und die spezifischen Anforderungen berücksichtigt, hat gute Chancen auf eine erfolgreiche Implementierung.